Radsportonline-Startseite || Friedensfahrt-Trabi sorgt für Emotionen in Chemnitz

Damit wurde die Messe in Chemnitz zu weit mehr als einer Autoschau – sie verwandelte sich in
eine bewegende Reise durch Technik, Geschichte und Erinnerungen.
Vor allem der Friedensfahrt-Trabi berührte viele Besucher sichtbar.

Auf dem Foto sind Hartmut Kern (Organisator von Radrennen in Mittelsachsen), Beate Gerolt und Karel Gerolt zu sehen. Karel Gerolt präsentierte auf der Chemnitzer Messe den Friedensfahrt-Trabi sowie das letzte Rennrad von Täve Schur.

Friedensfahrt-Tabi

Am 21. und 22. März 2026 wurde Chemnitz zum Treffpunkt für Auto-Fans, Technikliebhaber und Nostalgiker. Zahlreiche Marken wie Mazda, Kia, Isuzu, Subaru, Mitsubishi, Opel, ORA, MG sowie Omoda & Jaecoo präsentierten ihre neuesten Modelle und gaben Einblicke in die Mobilität von morgen. Vernetzte Fahrzeuge, moderne Bedienkonzepte und nachhaltige Antriebe zeigten eindrucksvoll, wie sehr sich die Automobilwelt im Wandel befindet.

Doch nicht nur die Zukunft stand im Mittelpunkt – auch die Vergangenheit sorgte für bewegende Momente. Der Verein „Trabi & Friends“ brachte mehrere legendäre Trabant-Modelle mit nach Chemnitz und ließ damit ein Stück ostdeutsche Automobilgeschichte lebendig werden. Viele Besucher blieben stehen, erinnerten sich an eigene Erlebnisse und kamen ins Gespräch über den Kultwagen aus DDR-Zeiten.

Unter den ausgestellten Fahrzeugen befand sich u.a. ein Trabant 601 mit Wankelmotor, liebevoll „Felix“ genannt. Es handelt sich dabei um einen fahrbereiten Prototyp aus den 1960-en Jahren, der jedoch nie in der Serie gebaut wurde. „Felix“ wurde erst im letzten Jahr durch den Verein „Inter Trab e.V.“ und das „August-Horch-Museum“ zum Leben erweckt, der KKM-Motor (Kreiskolbenmotor) leistet etwa 35 PS, hat im Vergleich zum üblichen Zweitaktmotor eine höhere Laufruhe, jedoch einen anderen, lauteren Klang und ist von hinten durch den Tankeinfüllstutzen gut zu erkennen.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt unseres Team-Mitgliedes und Oldtimerfreundes Karel Gerolt aus Dresden.

Mit großer Leidenschaft präsentierte er den berühmten Friedensfahrt-Trabi von Gustav-Adolf „Täve“ Schur sowie dessen letztes Rennrad und originale Rennsportutensilien.

Gerade der Friedensfahrt-Trabi zog zahlreiche Besucher an. Für viele war er mehr als ein Fahrzeug – er stand als Symbol für eine Zeit, in der Tausende Menschen an den Straßen standen, um ihre Helden anzufeuern. Die Erinnerung an Täve Schurs Siege bei der Friedensfahrt lebt bis heute in vielen Herzen weiter.

Auch digital bleibt das Andenken an das Radsportidol lebendig: Seit 2010 ist Täve Schur auf dem Radsportportal für Mitteldeutschland, bekannt unter www.radsportonline.com präsent. Dort werden seine sportlichen Leistungen ebenso gewürdigt wie die Geschichte des Radsports in Mitteldeutschland.


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Fotos: RSO-Archiv / Fotomontage + Webdesign: Reiner Buchheim (Täve-Team-online)