Der Radsport hat in Heidenau eine lange Tradition. Vor 120 Jahren wurde der erste Heidenauer Radsportverein gegründet. Seitdem ist viel geschehen – und einer, der diese Entwicklung über mehr als sechs Jahrzehnte begleitet und mitgeprägt hat, war Gunter Burghardt.
Die ersten Jahre im Radsport
1962 wurde Gunter Mitglied im damaligen Verein Aufbau Dresden Ost, der zu dieser Zeit auf der Radrennbahn in Heidenau trainierte. Zwei Jahre später begann er seine Lehre und fuhr aufgrund der räumlichen Nähe für Chemie Buna.
1964 kehrte er für einen großen Wettkampf nach Heidenau zurück. Die Deutsche Meisterschaft der DDR im Zweier-Mannschaftsfahren stand an. Welcher Erfolg für ihn möglich gewesen wäre, lässt sich heute nicht mehr sagen, denn ein Sturz bremste ihn und seinen Kameraden aus.
„Ich hatte eine Platzwunde am Hinterkopf, wollte aber trotzdem weiterfahren. Die Spuren meines Sturzes konnte man noch Jahrzehnte später auf der Radrennbahn sehen.“
Mitbegründer des Heidenauer Radsportvereins
In einer turbulenten Zeit kam das Vereinsleben bei Aufbau Dresden Ost schließlich weitgehend zum Erliegen. Deshalb entschlossen sich 1966 die Sportfreunde Langer, Bergemann, Kluge und Burghardt, wieder einen Heidenauer Radsportverein zu gründen.
Auf der Burg Dohna wurde die BSG Empor Heidenau gegründet, unterstützt von der Mitteldeutschen Druckanstalt Heidenau. 1973 wechselte der Trägerbetrieb und der Verein wurde in BSG Rotation Heidenau umbenannt.
Seine Kraft und Zeit für den Verein
Gunter Burghardt war immer dabei. Er engagierte sich im Vorstand, organisierte Wettkämpfe und den Trainingsbetrieb und stellte seine Kraft und Zeit in den Dienst des Radsports.
Auch nach der Wende, bei der Gründung des RSZ Heidenau und später als Teil der SSV Heidenau, blieb er seinem Verein treu. Bis zuletzt unterstützte er unsere Veranstaltungen und war dem Heidenauer Radsport verbunden.
Ruhe in Frieden
RSV Heidenau