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Ehrung 22. August 2026 • Stadt Königs Wusterhausen

Ehrengrab für Paul und Gerda Dinter

Die Stadtverordnetenversammlung von Königs Wusterhausen hat beschlossen, das Grab von Paul und Gerda Dinter in ein Ehrengrab umzuwidmen. Es ist das erste Ehrengrab in der Geschichte der Stadt.

Grabstätte von Paul und Gerda Dinter auf dem Friedhof
Die Grabstätte von Paul und Gerda Dinter wird zum ersten Ehrengrab der Stadt Königs Wusterhausen.

Den Antrag brachte ihr Sohn Raimund Dinter ein. Bürgermeisterin Michaela Wiezorek befürwortete das Anliegen nachdrücklich.

Große Verdienste um Sport und Gemeinschaft

Insbesondere Paul Dinter hatte sich große Verdienste erworben. In den 1950er-Jahren führte er die DDR-Auswahl als Mannschaftskapitän bei der Friedensfahrt an. Als „Meister des Sports“ sowie später als Trainer und Funktionär war er weit über den Radsport hinaus beliebt und geschätzt.

Auch die Dreifeld-Sporthalle in Königs Wusterhausen trägt seinen Namen und erinnert dauerhaft an sein Wirken.

Mit dem ersten Ehrengrab der Stadt würdigt Königs Wusterhausen das gemeinsame Lebenswerk von Paul und Gerda Dinter.

Seine Frau Gerda stand ihm über Jahrzehnte bei Radsportveranstaltungen treu zur Seite und wirkte viele Jahre als Schriftführerin. Beide engagierten sich außerdem aktiv in der Kirchengemeinde und waren Mitglieder im Heimatverein.

Auf einen Blick

Beschluss
Umwidmung der gemeinsamen Grabstätte
Besonderheit
Erstes Ehrengrab der Stadt Königs Wusterhausen
Antragsteller
Raimund Dinter
Geehrte
Paul und Gerda Dinter
Grabpflege
In städtischer Hand, weiterhin unterstützt durch die Familie
Geplant
Hinweistafel an der Grabstelle
Historische Radsportmannschaft in Deutschlandtrikots auf Rennrädern
Der erste große internationale DDR-Erfolg im Radsport: Mannschaftssieg bei der Friedensfahrt im Jahre 1953: Paul Dinter (Mannschaftskapitän), Bernhard Trefflich, Lothar Meister und Täve Schur (v.l.)
Historische Gruppenaufnahme erfolgreicher Radsportler
Eine historische Aufnahme vom DDR-Nationalfahrer Paul Dinter (Bildmitte) aus seiner aktiven Zeit im Radsport.

Breite Zustimmung in der Stadtverordnetenversammlung

Nachdem der Antrag alle Vorinstanzen erfolgreich durchlaufen hatte, folgte die entscheidende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung – in Anwesenheit von Raimund Dinter. Die Abgeordneten stimmten dem Antrag nahezu einstimmig zu; anschließend wurde der Beschluss mit großem Beifall aufgenommen.

Namensschild von Raimund Dinter für die Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen
Raimund Dinter nahm an der entscheidenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung teil.
Bürgermeisterin Michaela Wiezorek während der Beratung über die Umwidmung zum Ehrengrab
Die Vorlage zur Umwidmung der Grabstelle fand in der Stadtverordnetenversammlung breite Unterstützung.

Ein bleibendes Zeichen der Anerkennung

Raimund Dinter bedankte sich herzlich bei allen Abgeordneten. Zugleich versprach er, dass sich die Familie auch weiterhin an der Pflege der Grabstätte beteiligen wird, die nun in städtischer Hand liegt.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine Tafel an der Grabstelle auf deren besondere Bedeutung hinweisen. Mit dem Ehrengrab bewahrt Königs Wusterhausen die Erinnerung an zwei Menschen, die sich über viele Jahrzehnte für den Sport, die Kirche, den Heimatverein und das gesellschaftliche Leben der Stadt eingesetzt haben.

Text und Fotos: Raimund Dinter

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