Unser Täve Schur - seine Friedensbotschaft
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Als 15-jähriger Junge erlebte er die Bombardierung Magdeburgs. Die Bilder von Feuer, Zerstörung und Angst haben ihn nie losgelassen. Noch heute spürt man, wie nah ihm diese Erinnerungen gehen. Krieg, das ist für Täve kein Begriff aus dem Geschichtsbuch. Es ist erlebte Wirklichkeit.
Er erinnert dabei auch an einen Gedanken, den einst Carl von Clausewitz formulierte: Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Für Täve ist dieser Satz Mahnung – denn er weiß, was diese „anderen Mittel“ bedeuten: Tod, Leid, Verlust und unsagbare Zerstörung.
Vielleicht wurde gerade deshalb der Radsport für ihn zu etwas Größerem. Nach den dunklen Jahren fuhr er als Radrennfahrer über die Straßen Europas – auf den Straßen des Friedens. Zweimal gewann er die legendäre Internationale Friedensfahrt, zweimal wurde er Weltmeister. Doch Titel und Siege waren für ihn mehr als persönlicher Erfolg. Sie standen für eine Zeit, in der die Menschen – gezeichnet vom Krieg – geschworen hatten: Nie wieder darf so etwas geschehen.
Die Internationale Friedensfahrt war damals ein Symbol der Hoffnung. Täve war eines ihrer prägenden Gesichter. Wo einst Bomben fielen, rollten nun Rennräder. Wo Feindschaft herrschte, begegnete man sich im sportlichen Wettstreit.
Heute, mit 95 Jahren, ist seine Botschaft aktueller denn je: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Er muss gewollt, bewahrt und verteidigt werden – jeden Tag aufs Neue.