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Ein großer Sportler, ein besonderer Mensch

Die Nachricht, dass Emanuel Raasch nicht mehr unter uns weilt, hat alle seine Sportfreunde, Bekannte und Fans mit großer Bestürzung und Trauer getroffen. Emu, wie wir ihn nannten, kämpfte sich nach erfolgreichen Jahren in den Jugendklassen, alsbald in die Nationalmannschaft mit der ihm eigenen Art, die geprägt war von Selbstbewusstsein, Zielstrebigkeit, Nonchalance, Humor und Kühnheit.

Nicht jedem fiel auf Anhieb leicht, seine Unbekümmertheit so zu akzeptieren, aber seine offene und unkomplizierte Art, seine Leichtigkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit anderen, vor allem aber seine überzeugenden Leistungen brachten ihn umgehend als tollen und sympathischen Sportkameraden mitten in jedes Team und seine Vielseitigkeit in den Kurzstreckendisziplinen unterstrichen seine Stellung als Ausnahmeathlet im Radsport.

Emu, der Junge aus Burg, ließ schon zu Beginn seiner langen erfolgreichen Laufbahn die Fachwelt aufhorchen, als er 1975, noch neunzehnjährig, Landesmeister im 1.000 m Zeitfahren wurde und das 1976 wiederholte und spät in seiner Karriere im Alter von 35 Jahren krönte er seine Laufbahn sogar mit dem Regenbogentrikot im Tandemfahren.

 

Was jedoch allen Radsportbegeisterten in besonderer Erinnerung bleibt, sind seine großen Erfolge gegen die internationale und nationale Konkurrenz in der Königsdisziplin, dem Sprint, über viele Jahre.

Beeindruckend waren neben seinen vielen Titeln im nationalen Maßstab auch seine vielen großen internationalen Erfolge im Sprint. Er holte sich u.a. 18 Grand-Prix-Siege, darunter 2 mal den GP der DDR, dreimal den GP von Berlin, gewann die Gesamtwertung beim GP der sozialistischen Länder und die Champion of Champions Trophy. Zu seinen größten Erfolgen zählen die beiden Vizeweltmeistertitel im Sprint 1977 und 1978 und herausragend ist seine WM-Bronzemedaille 1975 im Sprint, als er im Finale von LüttichRocourt den großen Sprinter und mehrfachen Weltmeister „Tutti“ Geschke bezwang. Da war Emu noch nicht einmal 20 Jahre.

Und bis zum Schluss waren Radsport, Körperertüchtigung, Gesunderhaltung und eine positive Sicht auf das Leben sein Credo. Ein großer Rennfahrer und guter Freund ist viel zu früh von uns gegangen. Wir Verbliebenen werden Dich, Emu, nicht vergessen. Du warst, wo wir sind und wir werden sein, wo Du bist.

Thomas Huschke

Einst Ausnahmeathlet, später geschätzter Trainer – Emu blieb dem Radsport immer treu.

Emu – so bleibt er uns in Erinnerung: stark, leidenschaftlich, unverwechselbar.

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