Ein Staatspräsident mitten unter den jungen Hoffnungsträgern des internationalen Radsports: Mit großer Herzlichkeit und sichtbarer Verbundenheit ehrte der tschechische Präsident Petr Pavel die Führenden der 54. Friedensfahrt der Junioren am Start der Etappe von Roudnice nad Labem nach Terezín. Seine persönliche Teilnahme verlieh der traditionsreichen Friedensfahrt einen besonderen Glanz und unterstrich eindrucksvoll die hohe Wertschätzung, die er dem Gedanken von Frieden, Verständigung und sportlicher Gemeinschaft entgegenbringt. Ein bewegender Moment voller Respekt, Anerkennung und gelebter europäischer und internationaler Verbundenheit.
Ein Stück lebendige Radsportgeschichte im Mittelpunkt besonderer Aufmerksamkeit: Karel Gerolt, langjähriger Dolmetscher und engagierter Mitorganisator der Friedensfahrt der Junioren, präsentierte dem tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel den liebevoll gestalteten Friedensfahrt-Trabi vom Täve Schur. Der Präsident zeigte großes Interesse an diesem symbolträchtigen Fahrzeug, das wie kaum ein anderes für die Tradition, den internationalen Gedanken und die bewegte Geschichte der Friedensfahrt steht.
Besonders eindrucksvoll sind die Bilder auf der Windschutzscheibe: Sie erinnern an den legendären Gustav-Adolf „Täve“ Schur – Doppelweltmeister der Radamateure (1958 und 1959) sowie zweifacher Sieger der Friedensfahrt (1955 und 1959). So verband dieser Moment auf eindrucksvolle Weise sportliche Geschichte, persönliche Begegnung und die gelebte Erinnerung an die großen Helden des Radsports.
Links: Svatopluk Henke, Direktor des UCI-Radrennens Friedensfahrt der Junioren, begrüßt den tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel beim Besuch der traditionsreichen Rundfahrt. Rechts nahm sich der Präsident anschließend Zeit für Erinnerungsfotos mit Kindern und Familien am Rande der Veranstaltung.
Das Motto des Klubs der Tschechisch-Deutschen Partnerschaft „Wir verbinden Menschen“ wurde hier ganz konkret und direkt umgesetzt!
So war es für die Mitglieder des Klubs und für Radsportinteressierte aus Olbernhau und Umgebung ein tolles Erlebnis und eine große Ehre, die Ankunft der Radsportler der Friedensfahrt der Junioren auf ihrer Königsetappe im Zielort Olbernhau empfangen zu können. Mit Freude nahmen die Klubmitglieder hautnah am Rennen teil und konnten dabei ihre Radsportidole direkt erleben. Täve Schur und Jan Smolík verewigten sich mit ihren Unterschriften und einer Widmung auf dem Logo des Klubs, für den Klub ist es eine große Ehre, diese Schriften zweier ehemaligen Spitzensportler der beiden Länder zu besitzen.
Auf dem Foto sind die beiden Friedensfahrtsieger Jan Smolík (2. v. l.) und Täve Schur (4. v. l.) sowie Lars Helbig, Vorsitzender des Vereins, Anke Wagner und Karel Gerolt (v. l.) zu sehen.Bernd Drogan zusammen mit seiner Frau Brigitte bei der Friedensfahrt der Junioren. Er zählt zu den erfolgreichsten DDR-Radsportlern seiner Zeit: Olympiasilber 1980 im 100-km-Mannschaftsfahren sowie die Weltmeistertitel 1979 und 1981 im Mannschaftsfahren und 1982 im Straßenrennen. Bereits 1979 hatte er sich mit Bronze im Straßenrennen der Weltmeisterschaften in der internationalen Spitze etabliert.