Beim Auftakt der Friedensfahrt der Junioren in Tschechien hat der Italiener Brandon Fedrizzi den ersten großen Erfolg gefeiert. Der Nachwuchsfahrer gewann die 110 Kilometer lange Auftaktetappe von Leitmeritz nach Auscha nach 2:40:12 Stunden und übernahm damit zugleich das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Hinter Fedrizzi belegte der Norweger Mads Furenes mit zwei Sekunden Rückstand Rang zwei, während der Kanadier Amos Scott vier Sekunden hinter dem Sieger den dritten Platz erreichte.
Die traditionsreiche U19-Rundfahrt begann direkt mit einer anspruchsvollen Etappe. Auf dem Weg von Leitmeritz nach Auscha mussten die Nachwuchsfahrer gleich fünf Anstiege bewältigen. Zusätzlich verlangte die leicht ansteigende Zielgerade auf Kopfsteinpflaster den Fahrern noch einmal alles ab. Früh im Rennen konnte sich eine kleine Spitzengruppe absetzen, aus der sich Fedrizzi und Furenes auf den letzten Kilometern leicht vom übrigen Feld lösen konnten. Im Sprint der beiden Ausreißer setzte sich schließlich der Italiener knapp durch und sicherte sich neben dem Tagessieg auch die Führung in der Gesamtwertung sowie in der Sprint- und Bergwertung.
Hinter den beiden Spitzenreitern kam das Feld nur wenige Sekunden später ins Ziel. Scott gewann den Sprint der Verfolger und komplettierte damit das internationale Podium. |
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Mit ebenfalls vier Sekunden Rückstand belegten Stan Vernaillen aus Belgien, Jop van den Biggelaar aus den Niederlanden sowie der deutsche Nationalfahrer Onno Bieberle die weiteren Plätze in den Top Ten. Bieberle überzeugte dabei mit einer starken Vorstellung auf dem schweren Terrain und war als Sechster bester deutscher Fahrer des Tages. Ebenfalls in der ersten Gruppe erreichten Daniel Kubena von der Roman Kreuziger Cycling Academy, der Norweger Sindre Orholm-Lønseth und der Este Sebastian Suppi das Ziel.
Durch die Bonussekunden im Ziel und bei den Zwischenwertungen führt Fedrizzi nun die Gesamtwertung mit neun Sekunden Vorsprung auf Furenes an. Scott liegt mit 14 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Bieberle rangiert mit 18 Sekunden Rückstand auf dem neunten Gesamtrang und hat sich damit eine gute Ausgangsposition für die kommenden Etappen gesichert.
Bereits am Freitag wartet auf die Fahrer ein besonders intensiver Renntag mit zwei Halbetappen. Zunächst steht ein 8,8 Kilometer langes Einzelzeitfahren rund um Trieblitz auf dem Programm, ehe am Nachmittag ein 64 Kilometer langes Straßenrennen von Raudnitz nach Theresienstadt ausgetragen wird. Am Samstag verlässt die Friedensfahrt dann kurzzeitig tschechisches Terrain: Die Etappe startet in Teplitz und endet nach 113 Kilometern im sächsischen Olbernhau. |