Radsportonline-Startseite || Christina, die starke Frau an Wolfgang's Seite


Ein Gedicht, das blieb – Wolfgang Braune, die Friedensfahrt 1957 und Christina als starke Frau an seiner Seite

Im Jahre 1957 begann für Wolfgang Braune ein besonderes Kapitel seines Lebens: seine erste Teilnahme an der legendären Internationalen Friedensfahrt. Für viele Radsportler jener Zeit war diese Rundfahrt weit mehr als nur ein sportlicher Wettbewerb – sie war ein Symbol für den Willen zum Frieden.

Die Friedensfahrt 1957 wurde zu einem großen Erfolg für die DDR. Unter der Leitung des Mannschaftskapitäns Täve Schur siegte das DDR-Team zum zweiten Mal in der Mannschaftswertung. In der Einzelwertung errang Nentscho Christow den Gesamtsieg. Bester Fahrer der DDR wurde Günter Grünwald. Mannschaftskapitän Gustav-Adolf Schur, von vielen liebevoll „Täve“ genannt, belegte den elften Platz. Für Wolfgang Braune bedeutete der siebzehnte Platz bei seiner allerersten Teilnahme eine hervorragende Leistung.

Doch nicht nur sportliche Ergebnisse machten diese Zeit unvergesslich. Aus Leipzig schrieb Hedwig Breuwer aus Anlass der Friedensfahrt 1957 ein Gedicht an Wolfgang Braune. Dieses Gedicht wurde für ihn zu einem wertvollen Erinnerungsstück, das er bis zu seinem Lebensende in Ehren hielt. Es war mehr als nur Worte auf Papier – es war ein Zeichen der Anerkennung, der Verbundenheit und des Stolzes auf die Leistungen der DDR-Friedensfahrer.

Mit großer Sorgfalt wurde dieses Gedicht gestaltet: In der Mitte befand sich der Text, links und rechts davon die Teilnehmer der DDR-Friedensfahrtmannschaft. Die Gesichter der Fahrer waren liebevoll aus Zeitungen ausgeschnitten und aufgeklebt – ein kleines Kunstwerk, geschaffen mit Herz und Bewunderung. Links oben war Gustav-Adolf Schur zu sehen, rechts oben Wolfgang Braune – zwei Sportler, die in den Herzen der DDR-Bürger große Achtung genossen.

Viele Jahre später wurde dieses Gedicht erneut zum Mittelpunkt einer besonderen Erinnerung. Christina, die stets eine starke und verlässliche Frau an Wolfgangs Seite war, trug das Gedicht beim zwanzigsten Radsportlertreffen in Halle vor. Sie wusste, welch großen Wert Wolfgang diesem Gedicht beigemessen hatte.

Mit ihrem Vortrag ehrte sie nicht nur die Erinnerung an die Friedensfahrt von 1957, sondern vor allem das Lebenswerk und die Persönlichkeit ihres Mannes, des Friedensfahrers Wolfgang Braune.


 



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