Vor 50 Jahren wurde Thomas Huschke Weltmeister
Prof. Dr. Thomas Huschke stammt aus einer traditionsreichen Radsportfamilie. Bereits sein Urgroßvater Otto Huschke sowie dessen Söhne Adolf und Richard gehörten zu den besten deutschen Radsportlern ihrer Zeit. Auch Thomas’ Vater Gerhard Huschke war ein erfolgreicher Rennfahrer und belegte bei den Weltmeisterschaften 1934 einen vierten Platz. Später führte er als Schrittmacher 1960 Siegfried Wustrow zum DDR-Meistertitel der Steher.
Thomas Huschke begann früh mit dem Radsport. Mit 14 Jahren trat er dem TSC Berlin bei und entwickelte sich schnell zu einem der erfolgreichsten Nachwuchsfahrer der DDR. 1964 gewann er seinen ersten DDR-Meistertitel im Sprint der Jugendklasse. Bereits ein Jahr später folgten weitere Erfolge: Mit 17 Jahren wurde er DDR-Straßenmeister der A-Jugend sowie Mehrkampfmeister. Außerdem gewann er bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend das 50-Kilometer-Zeitfahren.
Auch in der Männerklasse gehörte Huschke zu den vielseitigsten Fahrern der DDR. Er feierte zahlreiche nationale und internationale Erfolge auf Bahn und Straße. Mehrfach wurde er mit der DDR-Vierermannschaft Meister und stellte 1969 einen DDR-Rekord auf, der zugleich Weltjahresbestleistung war.
Der Höhepunkt seiner Bahnkarriere folgte 1975 mit dem Gewinn des Weltmeistertitels in der Einerverfolgung in Lüttich. Auch bei Olympischen Spielen war er erfolgreich: 1972 gewann er in München mit dem DDR-Vierer die Silbermedaille, 1976 in Montreal folgte Bronze in der Einerverfolgung.
Seinen größten Erfolg auf der Straße feierte er 1973 bei der Friedensfahrt. Auf der 10. Etappe nach Görlitz gewann er vor dem späteren Gesamtsieger Ryszard Szurkowski. Weitere Spitzenplatzierungen erreichte er unter anderem in Dresden und in seiner Heimatstadt Berlin.
|